Twitter für Unternehmen – so funktioniert’s

Die Relevanz vom Microblogging Netzwerk Twitter lässt sich nicht abstreiten. 284 Mio Nutzer sind monatlich in dem Netzwerk aktiv, 500 Mio Tweets werden jeden Tag gesendet und 66 Prozent aller deutschen Online Shops haben bereits einen Account. (Quelle: Statista)

Sie wollen Twitter für Ihr Unternehmen einsetzen? Dann beachten Sie bitte diese 5 ultimativen Tipps für Unternehmen im Social Web.

Sie haben sich Ziele gesetzt, eine Strategie konzipiert und Guidelines festgelegt? Super. Dann kann es jetzt losgehen:

Twitter Unternehmens-Account einrichten

Bei der Einrichtung Ihres Business Accounts legen Sie zuerst Ihren vollständigen Namen sowie einen Nutzernamen fest. Dieser sollte möglichst der Markenname sein, damit die Twitter-Nutzer den Account gleich finden, wenn sie die Marke in die Suche eingeben.

Außerdem laden Sie in diesem Schritt ein Profilbild und ein Titelbild hoch und legen die Design-Einstellungen fest. Hier können Sie unter „Theme Color“ Ihre eigene Corporate Design Farbe als Hex-Code eintragen.

Zudem sollten Sie eine Beschreibung Ihres Accounts eintragen – hier empfiehlt es sich mit relevanten Schlagwörtern und ggf. #Hashtags zu arbeiten, damit Twitter Nutzer Ihr Profil finden, wenn Sie eines der Schlagwörter in die Suchmaske eingeben. Auch der Ort des Unternehmens sowie die Unternehmenswebsite können eingetragen werden.

Bei der Einrichtung des Business Accounts können Sie festlegen, ob die Tweets und Ihr Profil öffentlich sein sollen oder geschützt. Als Unternehmen sollten Sie „Öffentlich“ wählen. Bei geschützten Accounts, sind die Tweets nicht öffentlich einsehbar und der Inhaber muss jeden neuen Follower zuerst bestätigen, bevor er alle Tweets sehen kann.

Manche Twitter-Accounts haben ein weißes Häkchen in einer blauen Wolke neben dem Namen. Dies signalisiert einen von Twitter verifizierten Account. Accounts von Personen der Öffentlichkeit, Marken und Unternehmen kann Twitter verifizieren. Wenn Sie auch Ihren Account verifizieren lassen wollen, so können Sie eine Direktnachricht an Twitter schicken mit allen Informationen (Name, Website, Location, Bio etc.) zum Account und auf die Antwort und Entscheidung von Twitter warten.

Content Planung und Interaktion

Sobald der Account eingerichtet und alle Informationen zum Unternehmen eingetragen sind, kann es losgehen und man kann den ersten Tweet verfassen. Ein Tweet besteht aus bis zu 140 Zeichen sowie auf Wunsch auch aus Fotos, Videos und Links. Zudem kann man in den Einstellungen festlegen, ob man auch die Location pro Tweet anzeigen will.

Je nach Zielsetzung und der festgelegten Strategie, plant man den Content. Soll man Nachrichten verbreiten, die auf den eigenen Blog verlinken? Soll Kundensupport über Twitter stattfinden oder soll es exklusive Angebote und Rabatte für Twitter Nutzer geben? Verfassen Sie einen Redaktionsplan und legen Sie die Twitter-Zeiten fest. Bieten Sie Support an, sind aber am Wochenende nicht erreichbar, sollten Sie Geschäftszeiten festlegen und diese auch über das Netzwerk kommunizieren. Grundsätzlich ist es ratsam eher mehr als weniger zu twittern, optimal sind drei bis fünf Tweets pro Tag. Außerdem sollte man unbedingt mit anderen Twitter-Nutzern interagieren – in Form von privaten Nachrichten, Antworten oder Retweets.

Möchte man einen Nutzer direkt anschreiben, so setzt man im Tweet den Nutzernamen in den Tweet (z. B. @Pam_Bernsteiner …..). Dann erhält der Erwähnte eine Meldung in „Notifications“, dass er in einem Tweet genannt wurde. Diese Tweets sind öffentlich. Geht man auf das Profil eines Twitter Nutzers, so kann man ihm auch eine private Direktnachricht per Twitter schicken.

Will man auf einen bestehenden Tweet antworten, so klickt man unter dem Tweet links auf „Reply“. Will man den Tweet weiter verbreiten, so kann man ihn retweeten. Favorisiert man einen Tweet mit dem Stern unter jedem Tweet, so taucht dieser auch auf dem eigenen Account unter Favouriten auf.

Aktiver Follower-Aufbau auf Twitter

Um Follower und somit auch Reichweite auf Twitter aktiv aufzubauen, sollte zuerst relevanten Nutzern gefolgt werden. Zudem sollte der Twitter Kanal auch über andere Medien verbreitet werden, wie beispielsweise über die Unternehmenswebsite (hier kann z. B. immer der letzte Tweet angezeigt werden), über die E-Mail-Signatur, Print-Dokumente wie Flyer oder über andere soziale Netzwerke.

Um herauszufinden, welche Twitter-Nutzer für das Unternehmen von Interesse sein könnten, sollten verschiedene Tools wie Sprout Social oder Tweepi genutzt werden. Mit diesen webbasierten Tools kann man Twitter Nutzer nach bestimmten Keywords durchsuchen. Auch die Follower der Konkurrenz kann man so analysieren und sehen, welche Nutzer einem selbst folgen und welche nicht. Außerdem sieht man, welche der eigenen Follower seit Wochen nicht mehr aktiv waren und wie die Follower-Ratio der Follower ist.

Ist man beispielsweise ein Telekommunikationsanbieter, so sollte man sich ansehen, was die Konkurrenz auf Twitter macht, welche Strategie nutzen sie? Welche Follower haben sie und folgen sie ihren Followern zurück?

Mit diesen Tools lassen sich nach und nach mehr relevante Follower aufbauen, indem man interessanten Content bietet, mit den Nutzern in Interaktion tritt und Accounts folgt, die für das Unternehmen von Bedeutung sind.

Zu beachten ist, dass man nicht zu vielen Accounts auf einmal folgen darf, denn dies nimmt Twitter als aggressiven Follower-Aufbau wahr und sperrt den Account dahingehend, dass man keinen Accounts mehr folgen kann. Bis zu 1000 Accounts kann man technisch pro Tag folgen, insgesamt darf man 2000 Accounts folgen, danach ist das Limit von der eigenen Follower Ratio abhängig. Hat man also das Limit erreicht, muss man entweder einige Accounts entfolgen oder warten, bis man selbst mehr Follower hat. Das Twitter Helpcenter erklärt diese Mechanik genauer.

Laufende Optimierung & Twitter Analytics

Mit den oben genannten Tools kann man auch den laufende Betrieb optimieren, so kann man beispielsweise feststellen, welche Tweets besonders gut ankommen, welche Tweet-Form am besten funktioniert und welche die größten Influencer auf Twitter sind.

Auch Twitter selbst bietet ein Analyse-Tool namens Twitter Analytics an. Hier kann man einsehen, wie viele Impressions und Engagements ein Tweet hatte und wie hoch die Engagement-Rate pro Tweet ist. Außerdem kann man die eigenen Follower analysieren – nach (Top-)Interessen, Location, Geschlecht und Top Profilen, welchen die Follower zu einem Großteil folgen. Zudem enthält Twitter Analytics einen App Manager für Twitter Apps und einen Conversion Tracker für Kampagnen und Twitter Ads.

Schaut man in regelmäßigen Abständen in Analytics und analysiert den Erfolg des Accounts bzw. der einzelnen Tweets, so kann man immer weiter optimieren.

Twitter Ads und Twitter Cards

Um noch mehr Aufmerksamkeit, Reichweite und Follower zu generieren, können Twitter-Ads genutzt werden. Die Twitter-Ads reichen von Promoted Tweets, über Promoted Accounts und Promoted Trends bishin zu zielbasierten Kampagnen. Um Twitter Ads nutzen zu können, müssen einige Einstellungen wie Business Location und Budget sowie Kontaktmöglichkeiten eingetragen werden.

Inbesondere für Entwickler gibt es auch das Produkt Twitter Cards, mit denen Website-Publisher das Aussehen ihrer Tweets bestimmen können. So kann man beispielsweise festlegen, ob ein Tweet den Titel und eine Beschreibung oder ein Bild anzeigt oder auch eine bestimmte App.

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