Eigenen Onlineshop erstellen – so geht’s

Eigenen Onlineshop erstellen oder andere nutzen?

Sollte man einen eigenen Onlineshop erstellen oder vielleicht erst einmal auf andere Dienste zurückgreifen? Hat man nur wenige Produkte, ist es eine Möglichkeit die Produkte auf Amazon anzubieten, allerdings erhebt Amazon eine prozentuale Verkaufsgebühr. Auch Dawanda und natürlich ebay bieten die Option, als Verkäufer auf den Plattformen tätig zu werden. Möchte man allerdings alles selbst gestalten, steuern und bestimmen, sollte man einen eigenen Onlineshop erstellen.

Offline Vorbereitung

Bevor man seinen eigenen Onlineshop erstellt, sollte man sich bereits Gedanken über die angebotenen Produkte, Preise, Lieferkosten, Zahlungsarten und Warenlogistik machen. Auch in welchen Ländern man aktiv sein will, sollte man sich gut überlegen, welche Zahlungsmodalitäten in diesen Ländern am liebsten verwendet werden und wie hoch die Lieferkosten für andere Länder sind.

Domain, Hosting & SSL

Natürlich muss man sich auch den Domainnamen überlegen, wenn man einen eigenen Onlineshop erstellen will. Auch den Hostinganbieter muss man auswählen und die Domain käuflich erwerben. Ich kann den Hostinganbieter Siteground wärmstens empfehlen, die Plattform ist zwar auf Englisch und auch die Server stehen im Ausland, aber Siteground bietet viele Vorteile, ist günstig und einfach zu bedienen. Zudem haben sie einen wirklich hilfreichen Support, den man via Chat, Email oder Telefon erreichen kann.

Beim Kauf der Domain und des Webspace kauft man am besten das SSL Zertifikat gleich mit – denn dieses ist für einen Onlineshop zwingend notwendig, um die Seite sicher zu machen und dies auch im Browser an die Nutzer zu kommunizieren. Hat man alle Informationen beisammen, den Hostinganbieter gewählt und die Domain gekauft, so kann man mit dem Set-up der Website beginnen, ein CMS installieren und den eigenen Onlineshop erstellen.

Die Wahl des CMS für den Onlineshop

Die Onlineshop Entwicklung ist mit mehreren Systemen möglich, von Magento über WordPress mit Woocommerce bis hin zu Shopify. Je nachdem, welche Anforderungen man an den eigenen Shop hat, sollte man ein Content Management System (CMS) auswählen. Hat man gar keine Programmierkenntnisse und braucht ein möglichst einfach zu bedienendes System, so ist Shopify zu empfehlen, bei welchem allerdings monatliche Kosten zu tragen sind. WordPress mit Woocommerce ist dagegen Open Source und kostenlos erhältlich. Arbeitet man mit einem WordPress Template (hier erhältlich), so ist die Umsetzung relativ einfach. Insbesondere wenn man das Plugin Visual Composer nutzt, welches einem erlaubt, schöne Seiten ohne Programmierkenntnisse zu bauen.

Onlineshop erstellen: Styling, Infos und Produkte

Hat man sich für ein CMS entschieden und es aufgesetzt sowie das SSL Zertifikat installiert, so kann man im Backend die Inhalte einpflegen. Wichtig dabei sind vor allem das Impressum, die Datenschutzbestimmungen und die Meta-Informationen für die Suchmaschinenoptimierung und Rechtssicherheit. Dann kann man Seiten, Beiträge und Produkte anlegen und mit Bildern und Informationen wie Lagerbestand, Maße, Beschreibung etc. hinterlegen. Die Bilder sollten dabei immer für Web optimiert gespeichert und ebenfalls mit Metainformationen hinterlegt werden. Außerdem sollten so viele aussagekräftige und relevante Texte wie möglich geschrieben und auf den einzelnen Seiten und Produkten platziert werden. Dies dient nicht nur den Nutzern, sondern vor allem auch den Suchmaschinen, die diese Texte auslesen und die Seite im Google Ranking weiter oben platzieren.

Zahlungsarten & Lieferbedingungen

Hat man alle Informationen eingestellt und die Seiten entsprechend gestylt sowie alle Produkte angelegt, so kann man die Shopfunktionalitäten einrichten. Dazu zählen auch die Zahlungsmodalitäten. Hier sollte man Sofortüberweisung, Kreditkarte und PayPal einbinden, denn diese Zahlungsmethoden gelten international. Auf Wunsch kann man natürlich noch weitere Zahlungsmöglichkeiten wie Klarna oder auf Rechnung installieren, um den Nutzern noch mehr Optionen zu bieten. Die Lieferbedingungen sollten ebenfalls klar definiert und auf einer eigenen Seite dargestellt und erklärt sein. Dazu zählen die Lieferzeiten, die Lieferarten (Shipping, Post, DPD etc.) und die Lieferbedingungen inkl. Rücksendung und –erstattung. 

Go Live & Marketing-Maßnahmen

Hat man den eigenen Onlineshop fertig erstellt, kann die Website live geschaltet und beworben werden. Um ersten Traffic auf den Onlineshop zu leiten, sollten einige Marketing-Maßnahmen ergriffen werden, wie zum Beispiel SEO, SEA und Social Media Marketing. Hier geht’s zu den Marketing Tipps für den eigenen Onlineshop.

Analyse & Optimierung

Will man einen eigenen Onlineshop erstellen, so muss man sich von Beginn an im Klaren sein, dass die Arbeit hierfür nie endet. Der Shop muss stetig beobachtet, analysiert, aktualisiert und optimiert werden. Nicht nur Startseiten-Banner sollte man regelmäßig tauschen, um die neuen Highlights zu bewerben. Auch Plugins muss man aktualisieren, Produkte tauschen, Lieferstatus ändern und Bestellungen managen.

Google Analytics sollte man in jedem Fall einbinden, um den Erfolg zu messen. Außerdem lässt sich mit Analytics herausfinden, welche Inhalte/Produkte gut funktionieren und welche nicht. Außerdem kann man so eruieren, wo die Nutzer im Bestellvorgang abbrechen. Diesen kann man dann optimieren sowie beliebte Produkte auf der Startseite platzieren, um noch mehr Conversions zu erzielen.

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