Guerilla Marketing – mit wenig Mitteln viel erreichen

Guerilla Marketing

Mit wenig Mitteln viel erreichen – das geht mit der kreativen Werbeform Guerilla Marketing. Der Unterschied zu klassischen Werbeformen ist der Überraschungseffekt sowie die Tatsache, dass die Werbung nicht immer klar als solche erkennbar ist. Es gibt verschiedene Unterformen des Guerilla Marketing wie Mundpropaganda, Bluejacking, Schleichwerbung oder Streetbranding. Die vier meist genutzten Werbeformen des Guerilla Marketing sind Virales Marketing, Ambush Marketing, Ambient Marketing und Sensation Marketing. Um die Begriffe voneinander abzugrenzen, werden sie nachfolgend detaillierter beschrieben, wobei beachtet werden muss, dass die Übergänge der Werbeformen oft fließend sind.

Virales Marketing.

Das virale Marketing beschreibt eine Werbeform, die darauf ausgerichtet ist, sich viral zu verbreiten – wie ein Virus. User sehen ein Bild, ein Video oder einen Text und teilen den Content in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter mit ihren Freunden und Followern. Meist greifen dann auch die Medien ein und berichten über das gelungene Viral Marketing. Beispiele für virales Marketing sind der Edeka-Spot „Supergeil“ oder das Video „First Kiss“ vom US-Modelabel Wren.

Wichtig bei Viral Marketing ist, dass die Nutzer zum Teilen angeregt werden. Das funktioniert meist besonders gut mit emotionalen Inhalten. Ob Lachen, Weinen oder Erschrecken – der Inhalt muss ein Gefühl auslösen. Außerdem sollte man für Überraschungsmomente sorgen, um dem Nutzer etwas zu bieten, dass er so noch nie gesehen hat oder mit dem er nicht gerechnet hat.

Ambush Marketing.

Die Guerilla Marketing Form Ambush Marketing wird auch als Schmarotzer Marketing bezeichnet, denn es geht darum, von einer Veranstaltung zu profitieren, ohne dabei selbst Sponsor zu sein. Diese Werbeform ist sehr umstritten, weil Marken Millionenbeträge bezahlen, um offizieller Sponsor zu sein und werben zu dürfen. Diese Marken sehen es verständlicherweise nicht gern, wenn andere Marken von der Veranstaltung profitieren, ohne diese zu sponsern. Sehr beliebt sind große Veranstaltungen wie die Olympischen Spiele oder die Fussball Weltmeisterschaft. Ein recht bekanntes Beispiel für Ambush Marketing ist die Aktion vom Nationalspieler Nicklas Bendtner, der während eines Spieles der EM 2012 mit seiner Unterhose Werbung für einen Sportwettenanbieter machte.

Diese Aktion wurde dem Spieler übel genommen, Bendtner musste für die Schleichwerbung eine Stafe von 100.000 Euro zahlen und wurde für das nächste EM-Spiel gesperrt. Unternehmen profitieren aber nicht nur von großen Veranstaltungen, sondern auch von aktuellen Themen in der Öffentlichkeit, wie beispielsweise der Pferdefleisch-Skandal in Europa 2013. Hier sprangen die Autohersteller Opel und Mini auf, um von dem aktuellen Thema zu profitieren und sich zu positionieren. Sie warben mit Sprüchen wie „0% Pferdefleisch. 280 Pferdestärken“ oder „Mit der Power von 218 Lasagnen“.

 

Ambient Marketing.

Die Guerilla Marketing Form Ambient Marketing (auch Ambient Media) steht für Out-of-Home-Werbemittel, die im unmittelbaren Umfeld der Zielgruppe eingesetzt werden. Stand- bzw. Werbeorte können zum Beispiel die Busstation, das Kino oder die Kneipe sein, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Gelungene Beispiele für Ambient Marketing sind das Riesen Plakat „Asskisser“ von jobsintown oder das Halteschlaufen-Branding im Bus von einem Uhrenhersteller.

 

 

Sensation Marketing.

Sensation Marketing von Nike

Sensation Marketing von Nike. Quelle: http://exm.nr/170XsJK

Das Sensation Marketing zielt – wie der Name schon verrät – darauf ab, eine Sensation zu schaffen. Dies soll durch möglichst große, überraschende und begeisternde Werbung erreicht werden. Dabei kann Sensation Marketing sehr laut sein, aber auch sehr still und künstlerisch. Wichtig ist, dass die Werbung aus der Masse heraussticht und die Aktion einen Wow-Effekt bei der Zielgruppe auslöst. Erfolgreiche Beispiele für Sensation Marketing sind die Aktion mit den Riesenbällen von Nike oder die abgerissenen Arme für die Promotion des Quentin Tarantino Films „Death Proof“.

 

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